
Eine Bewerbung verrät viel über Sie.
Und nicht nur über Ihre Talente.
Ob Job, Praktikum oder Ausbildungsplatz – ohne eine Bewerbung läuft heute in den meisten Unternehmen gar nichts. Egal, ob Sie sich gezielt oder initiativ bewerben: Ihre Bewerbungsmappe ist immer die erste Visitenkarte, die Sie in einem Unternehmen abgeben. Klar: diese Visitenkarte muss Sie perfekt vertreten, damit Sie zum Gespräch eingeladen werden. Denn das ist Ihr erstes großes Ziel: die Einladung zum Vorstellungsgespräch.
Was Sie bei Ihrer Bewerbung beachten müssen und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten – all das erfahren Sie hier.
Der erste Eindruck zählt.
Und man bekommt selten eine zweite Chance.
Diese Redenart hat nichts an Aktualität eingebüßt. Der erste Eindruck zählt wirklich. Das trifft bei einer Bewerbung besonders zu. Ihre Bewerbungsunterlagen sollten möglichst perfekt sein, um sich positiv abzuheben. Deshalb sollten Sie sich bei der Erstellung der Bewerbungsmappe viel Zeit nehmen und die Unterlagen sorgfältig zusammenstellen.
Folgende Unterlagen sollten immer dabei sein:
- Ein Anschreiben – möglichst individuell verfasst
- Ein tabellarische Lebenslauf – möglichst lückenlos
- Kopien der letzten Schulzeugnisse – niemals Originale
- Nachweise über besondere Kenntnisse oder Fähigkeiten (Computer, Sprachen, Praktika etc.)
Wichtig ist auch die Form der Bewerbungsmappe, die all diese Unterlagen enthält: Eselsohren, Fettflecken oder schon benutzte, fleckige Einsteckhüllen sind natürlich ein absolutes KO-Kriterium!
Die Tücke liegt im Detail.
Und in der individuellen Ansprache.
Ein Patentrezept für das erfolgreiche Anschreiben gibt es natürlich nicht. Nur eines vielleicht: Anschreiben von der Stange sind verpönt. Denn jedes Anschreiben sollte individuell auf den Arbeitgeber und auf den Ausbildungsplatz zugeschnitten sein. Wichtig ist vor allem ein Punkt: Warum möchten Sie Ihre Ausbildung gerade bei diesem Arbeitgeber beginnen? Wenn Sie diese Frage plausibel und einleuchtend beantworten, haben Sie schon viel gewonnen. Vielleicht sogar die Einladung zum Gespräch.
Die Checkliste mit den 10 wichtigsten Punkten für ein erfolgreiches Bewerbungsschreiben:
- Das Anschreiben sollte nicht länger als eine DIN A4-Seite sein.
- Kurze, knappe Sätze – vermeiden Sie Bandwurmsätze.
- Versuchen Sie, möglichst „normal“ und sachlich zu schreiben – vermeiden Sie Floskeln oder gestelzte Formulierungen.
- Unterteilen Sie Ihr Anschreiben in drei bis vier Absätze – das macht es übersichtlich und lesefreundlich.
- Achten Sie unbedingt auf eine korrekte Rechtschreibung und Zeichensetzung – am besten, Sie lassen das Anschreiben von einem Freund oder der Familie gegenlesen.
- Achten Sie auf die korrekte Anschrift.
- Achten Sie besonders auf die korrekte Schreibweise von Namen (Sehr geehrter Herr Dr. Mustermann).
- Datum und Ort nicht vergessen (Hamburg, den 25.11.2007).
- Unterschrift
- Anlagen
Ein guter Lebenslauf ist gut strukturiert.
Und gut eine Seite lang.
Der Lebenslauf soll dem Personalverantwortlichen einen schnellen Eindruck davon vermitteln, was Sie an Erfahrungen, Fähigkeiten und Talenten bereits mitbringen. Er ist tabellarisch aufgebaut und sollte nicht mehr als eine DIN 4-Seite umfassen. Auch hier unbedingt auf eine korrekte Rechtschreibung und Zeichensetzung achten – am besten, Sie lassen den Lebenslauf von einem Freund oder einem Familienmitglied gegenlesen.
Die Checkliste für einen übersichtlichen Lebenslauf:
- Name
- Anschrift
- Geburtsdatum
- Geburtsort
- Eltern
- Schulausbildung
- Schulabschluss
- Besondere Kenntnisse
- (Eventuell) Hobbys
- Ort, Datum
- Unterschrift
Eine gute Vorbereitung ist wichtig.
Auch für die eigenen Nerven.
Bingo! Sie werden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Die erste große Hürde ist also geschafft. Jetzt gilt es, locker zu bleiben, um im Gespräch eine gute Figur zu machen und zu punkten ... aber wie?
Der wichtigste Tipp: Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Sie macht locker und selbstbewusst und gibt Ihnen das gute Gefühl, für alles gewappnet zu sein.
Sie sollten sich zum Beispiel möglichst umfassend über das Unternehmen informieren, bei dem Sie sich vorstellen. Der einfachste Weg: übers Web. Die Firmenwebsite verrät meist alles über die Branche, Größe, Mitarbeiterzahl und Philosophie Ihres Traumunternehmens.
Ebenfalls Teil einer guten Vorbereitung: Überlegen Sie sich Fragen, die Sie im Gespräch einflechten können. Denn eigene Fragen signalisieren immer Interesse und kommen gut an.
Apropos Fragen: Im Vorstellungsgespräch sind Sie gefragt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auch Ihnen werden jede Menge Fragen gestellt. Da sollten Sie gute Antworten parat haben. Damit Sie nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden, hier schon mal ein paar typische Fragen, die auf Sie zukommen können:
- Warum haben Sie sich gerade diese Ausbildung ausgesucht?
- Warum haben Sie sich gerade dieses Unternehmen ausgesucht?
- Was wissen Sie eigentlich über unser Unternehmen?
- Wie haben Sie sich über Ausbildung und Unternehmen informiert?
- Was wollen Sie nach der Ausbildung machen?
- Wie stellen Sie sich Ihren Arbeitsalltag vor?
- Was sagen Ihre Eltern zu Ihrer Entscheidung?
- Was waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule?
- Welche Fächer mochten Sie gar nicht und warum?
- Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
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